Regenerativ mit EM

Regenerativ mit EM

Zu den Methoden der regenerativen Landwirtschaft kommt die EM-Technologie ergänzend und fördernd dazu. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben deutlich gezeigt, dass sich die Anwendungen beider Methoden gegenseitig in der Wirkung verstärken und optimieren. Eine runde Sache.

Die Regenerative Landwirtschaft ist die Wiederherstellung des lebend verbauten Kohlenstoffes im Boden durch Humusaufbau aus atmosphärischem Kohlendioxid. Sie ist die Wiederherstellung der mikrobiellen Prozesse im Boden durch die Förderung der Interaktion Pflanzen-Bodenleben und damit auch der hohen Nährstoffgehalte in pflanzlichen Produkten. Die Regenerative Landwirtschaft basiert auf Methoden und Verfahren, die die Naturgesetze unterstützen. Die Regenerative Landwirtschaft besteht aus in der Praxis gewonnenen Erfahrungen, nicht nur aus Laborergebnissen.

Es haben sich folgende Schritte zur Umsetzung der Regenerativen Landwirtschaft in der Breite bewährt:

  • die Nährstoffe im Boden ins Gleichgewicht bringen und den Boden belebend düngen.
  • den Unterboden lockern und mit Wurzeln stabilisieren.
  • die Böden dauerhaft und vielfältig begrünen für die Vielfalt und Ernährung des Bodenlebens.
  • den lebenden Bewuchs in Flächenrotte bringen, diese Rotte fermentativ lenken, die Hofdünger beleben.
  • die Kulturen durch stressvermeidende vitalisierende Behandlungen zur maximalen Photosyntheseleistung bringen.

Die Regenerative Landwirtschaft ist ein fortschreitender Prozess, kein abschliessender Ansatz. Dieser Prozess muss betriebsindividuell angepasst werden. Die Regenerative Landwirtschaft hat sich in unterschiedlichsten Klimaten in der landwirtschaftlichen Praxis bewährt.

(©Text: Dietmar Näser und Friedrich Wenz / www.gruenebruecke.de, www.humusfarming.de)

Die Humusschicht ist Speicherort für Pflanzennährstoffe und Lebensraum für Bodenorganismen. Das rege Leben in humusreichen Böden hat sogar Einfluss auf seinen Wärmehaushalt. Humus sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens, weil er ihn locker und krümelig macht. Trotzdem ist der Boden tritt- und belastungsstabil und verschlammt selbst nach starken Regengüssen nicht. Humusreicher Boden besteht aus stabilen Gefügen, die Wasser sehr gut halten, aber auch wieder abgeben können.

Ein weiterer grosser Vorteil der Humusschicht ist, dass sie allen Pflanzen die Nährstoffe allmählich und nicht plötzlich zur Verfügung stellt. Dies hat eine kontinuierliche und langfristige Versorgung aller Pflanzen zur Folge und sichert gesundes Wachstum. Wer seinen Boden mit organischer Substanz versorgt und gleichzeitig EM einsetzt, stabilisiert den Humusaufbau und die Nährstoffversorgung seiner Pflanzen.

Den Wurzelbereich etwas genauer angeschaut

Die Nährstoffe und Wurzeln sind im oberen Bereich des Bodens. Dort an den Wurzeln ist die Rhizosphäre, die ca. 1 mm um die Wurzeln herum zu finden ist - interessanterweise ist in dem Bereich zwar Luft, aber kein Sauerstoff vorhanden. Der Sauerstoff wird durch Mikroben zusammen mit den Wurzelauscheidungen veratmet. Konkret findet mit den Mikroben eine milchsaure Verstoffwechselung statt. Dieser Prozess ist der Beginn von Humusbildung.

Milchsaure Fermentation ist zum einen belebend, weil diese Verstoffwechselung immer auch bedeutet, dass Nährstoffe gebildet und verfügbar gemacht werden. Das bringt EM mit sich. Weiter fördert und verstärkt EM das Boden-Mikrobiom, in dem es die Vielfalt der Mikroben deutlich erhöht. EM sind gute Mikroben, die aufbauende Prozesse in Gang setzen.

Ein gesunder Boden wird von der Diversität und dem Gleichgewicht der Mikroorganismen-Gemeinschaft (Mikrobiom), das natürlicherweise darin vorkommt, aufrechterhalten. Wenn das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Boden gestört wird, verarmt der Boden und die Pflanzen wachsen schlecht. Je grösser die Vielfalt der Mikroorganismen, umso stabiler ist das Bodenmilieu.

Mit EM werden lebende Mikroorganismen in den Boden gebracht, die schadhafte Keime verdrängen und allen bereits vorhandenen, aufbauenden Mikroorganismen einen Entwicklungsvorteil verschaffen. Zusammen mit den EM entsteht bei konsequenter Anwendung ein Umfeld, das auch die Lebensbedingungen aller anderen Bodenlebewesen optimiert. Ist ausreichend organische Substanz vorhanden, sorgen Mikroorganismen und Bodentiere für eine schnelle Rotte organischer Substanz und den stetigen Aufbau von Humus. Für einen vitalen Boden mit überdurchschnittlichem Humusaufbau benötigen die Effektiven Mikroorganismen mindestens einmal jährlich eine organische Düngergabe.

Auch Hofdünger können erfolgreich belebt werden (siehe Ratgeber-Beitrag Güllebehandlung).

EM erhöht die Diversität (Artenvielfalt) der Mikroorganismen.

Ein gesunder Boden wird von der Diversität und dem Gleichgewicht der Mikroorganismen-Gemeinschaft (Mikrobiom), das natürlicherweise darin vorkommt, aufrechterhalten. Wenn das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Boden gestört wird, verarmt der Boden und die Pflanzen wachsen schlecht. Je grösser die Vielfalt der Mikroorganismen, umso stabiler ist das Bodenmilieu.

Gute Mikrobiome im Boden sind der Schlüssel zu ökologischer Gesundheit.

In jüngster Zeit haben sich viele Forscher weniger auf die Aktivität von Einzelstämmen von Mikroorganismen als auf Ansammlungen von Mikroorgansimen, sogenannte «Mikrobiome», fokussiert. Gerade auch in der Landwirtschaft hat sich gezeigt, dass gute Boden-Mikrobiome den Boden bereichern. Ein reiches Bodenleben ist von hohem und nachhaltigem Wert.

Wir produzieren die Guten Mikroorganismen. In EM sind Gruppen von Mikroorganismen vorhanden (Milchsäurebakterien, Hefe und Photosynthesebakterien), die starke aufbauende Prozesse aktivieren. EM (welches Mikroorganismen als Ansammlungen behandelt) ist lange bevor die Wissenschaft der Mikrobiome an Interesse gewann, entwickelt worden und seine Wirksamkeit zeigt sich seit 3 Jahrzehnten überall auf der Welt, sowohl auf Feldern in tropischen als auch in kalten Regionen. EM ergänzt, bereichert und aktiviert die im Boden vorhandenen Mikroorganismen und macht sich deren spezifische Kräfte zunutze.

Das Dominanz-Prinzip der Effektiven Mikroorganismen.

In allen biologischen Systemen sind aufbauende, abbauende und neutrale Mikroorganismen enthalten. Die grösste Gruppe sind immer die neutralen Organismen (Mitläufer). Die Effektiven Mikroorganismen bestehen ausschliesslich aus positiven Mikroorganismen und unterstützen die vorhandenen, aufbauenden Organismen und regen diese zur Vermehrung an. Das hat zur Folge, dass sich die neutralen Mikroorganismen ebenfalls den positiven Organismen anschliessen und die aufbauenden Vorgänge verstärken. So können abbauende Organismen verdrängt und ein gesundes Milieu wieder hergestellt werden.

Mit Hilfe der EM-Technologie wird nichts bekämpft oder unterbunden. Stattdessen wird das vorhandene Milieu so beeinflusst, dass aufbauende, regenerative Prozesse möglich und gestärkt werden.

Was EM im Boden bewirken.

  • besseres Verhältnis regenerativer, aufbauender versus degenerativer, abbauender Mikroorganismen
  • verbesserte Bodenstruktur
  • aktiviertes Bodenleben durch Kleinlebewesen
  • verbesserte Nährstoffbindung
  • regenerierter Humus (weicher, durchlässiger), leichtere Bearbeitung
  • erhöhte Wasserspeicherfähigkeit des Bodens
  • besseres Wachstum von Pflanzen
  • Unkräuter und Krankheiten werden verdrängt
  • hohe Erträge in guter Qualität
  • aromatischere/-s Gemüse, Früchte
  • weniger Fäulnis
  • weniger Gestank bei Gülle und sämtlichen Fäulnisprozessen
  • sichere und wertvolle Silage
  • EM sind nachhaltig in der Wirkung und sind 100% natürlich, gift- und gentechnikfrei



Wie startet man nun am Besten auf dem Betrieb?

  • Bodenanalyse mittels Bodenprobe (Kinsey, Albrecht): Erkennen der Nährstoffverhältnisse und eventuelle Blockaden im Boden (Chemie).
  • Bodenanalyse mittels Spaten und Sonde: Verdichtungshorizonte und Krümelbildung sehen, fühlen und riechen (Physik).
  • Einsatz von elementarem Schwefel: Unterstützen der Bodenbiologie.
  • Untersaaten / Gründüngungen: Durchwurzelung, füttern der Bodenbiologie und Herbizideinsatz verringern.
  • Organisches Material mit Rottelenker oberflächlich einarbeiten: Fäulnis und Verluste verhindern.
  • Hofdünger veredeln (Boden·Fit, Pflanzenkohle): Bodenbiologie füttern statt sie mit unverrottetem Material zu schädigen.
  • Silage aufwerten (Silo·FIT am Anfang des Kreislaufs): Gutes Futter entspricht hochwertigerem Dünger.
  • Pflanzenernährung verbessern (keine Nitratdünger mehr): Nitrat als niedrigste N-form vermeiden. Ammonium-Aminosäuren-Huminstoffe bevorzugen.
  • Pflanzengesundheit unterstützen (Kompostteegaben): Vitalität der Pflanze erhöhen und ihre natürliche Abwehr gegen Krankheiten und Schädlinge stärken.



Mit kleinen Schritten anfangen, beobachten und lernen. Nicht die einzelnen Faktoren führen zum Erfolg, sondern wie sie alle zusammenwirken.

Rufen Sie unsere Berater an, wir begleiten Sie gerne auf dem Weg und stehen zur Seite.

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