Rottelenker im Grünland

Rottelenker im Grünland

Arbeiten auf dem Grünland mit Rottelenker zu Beginn der Vegetation.
Regenerative Landwirtschaft mit EM ermöglicht Lösungen für das Grünland, welches ebenso mit Bodenverdichtung, Pflanzenkrankheiten und hartnäckigen Unkräutern zu kämpfen hat. Im Grünland können mit EM Erträge ohne Mineraldünger erwirtschaftet und der gesamte Kreislauf mit Rottelenkung und organischem Dünger aus Hofdünger dauerhaft positiv beeinflusst werden. (Wie Gülle mit EM und Pflanzenkohle behandelt wird, ist im Beitrag Güllebehandlung zu lesen.)

Zu Vegetationsbeginn ist es sinnvoll, Rottelenker in den Boden zu bringen - konkret: Grünland mit Rottelenker behandeln und striegeln. Dadurch werden Moos und minderwertige Beikräuter entfernt, die Bodenbiologie aktiviert und Nährstoffe verfügbar gemacht. Futtergräser werden gestärkt und eine allfällige Übersaat kann gut anwachsen.

Den Wurzelbereich etwas genauer angeschaut

Die Nährstoffe und Wurzeln sind im oberen Bereich des Bodens. Dort an den Wurzeln ist die Rhizosphäre, die ca. 1 mm um die Wurzeln herum zu finden ist - interessanterweise ist in dem Bereich zwar Luft, aber kein Sauerstoff vorhanden. Der Sauerstoff wird durch Mikroben zusammen mit den Wurzelauscheidungen veratmet. Konkret findet mit den Mikroben eine milchsaure Verstoffwechselung statt. Dieser Prozess ist der Beginn von Humusbildung.

Wenn nun die Grünfläche gestriegelt und gleichzeitig mit Rottelenker «beimpft» wird, werden die oben genannten Vorgänge im Boden angeregt, die bereits vorhandenen Mikroben aktiviert und durch die Zugabe der guten Mikroben wird die Vielfalt im Boden-Mikrobiom deutlich erhöht. Verluste an Nährstoffen und Biomasse werden verhindert und die Nährstoffbindung gefördert. Die Futtergräser werden gestärkt.

Beim Striegeln des Grünfläche wird keine Grünmasse in den Boden eingearbeitet, so dass keine Rotte entsteht. Das ermöglicht das gleichzeitige Ausbringen einer Übersaat, der Samen bleibt keimfähig und wächst gut an.



Pflanzenschutz auf natürliche Weise

Werden im Grünland auf regelmässige Gaben von Rottelenker und Düngung mit EM-behandeltem Hofdünger umgestellt (siehe Ratgeber-Beitrag Güllebehandlung), wird nicht nur die Bodenbiologie verbessert, sondern es verschwinden nach und nach auch hartnäckige Unkräuter aus der Wiese - das ist «Pflanzenschutz» in seiner natürlichsten Weise.

Die Pflanzenkohle in Kombination mit EM in der Gülle, dem Mist / Kompost puffert die Nährstoffe und diese werden in den oberen Bodenschichten gehalten. Es erfolgt keine Auswaschung in tiefere Bodenschichten.



Dosierung / Anwendung
100 l Rottelenker pro ha (kann beliebig mit Wasser verdünnt werden)



Kurz zusammengefasst

  • die Umstellung des Bodens dauert ca. 2-3 Jahre
  • Nutzungselaszitität steigt (dichter Kleebesatz)
  • hochwertige Futtergräser kommen von alleine
  • Nachsaat ist nach einigen Jahren kein Thema mehr
  • Unkräuter werden kontinuierlich weniger
  • Gräser und Klee bilden ein stärkeres Wurzelgeflecht aus
  • kräftige, leistungsfähige Pflanzen
  • hohe Erträge
  • geringe Verpilzung im Erntegut
  • Vegetation im Frühling startet früher, als bei nicht behandelten Flächen
  • Bodenverdichtungen verschwinden
  • keine Staunässe



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